Mitarbeiter als

Innovationstreiber

So fördern Sie den Innovationsprozess im Mittelstand

Innovationen sind die treibende Kraft für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Wer nicht am Ball bleibt, verliert. Obwohl die Gestaltung des Innovationsprozesses schon immer ein zentrales Thema für den Erfolg von Unternehmen war, hat es in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und steht nun auf jeder CEO-Agenda. Denn, die Ablösung alter Unternehmen durch neue innovative Startups nimmt kontinuierlich zu. Umso wichtiger ist es für Unternehmen, Innovationen gezielt zu fördern und ihre Mitarbeiter dabei aktiv einzubinden. Welche Maßnahmen sollten Sie ergreifen, um eine entsprechende Innovationskultur zu etablieren?

Eine Innovationskultur schaffen

Damit Ideen überhaupt erst entstehen können, bedarf es einer Innovationskultur, welche die Entwicklung von Innovationen im Unternehmen fördert. Die Innovationskultur umfasst sowohl das „Können“ (Innovationsfähigkeit), das „Wollen“ (Innovationsbereitschaft) und das „Dürfen“ (Innovationsmöglichkeit). Beim „Können“ geht es darum das Wissen und die Kompetenzen der Mitarbeiter auf den neuesten Stand zu bringen. Das „Wollen“ bezieht sich auf die Schaffung motivierender Strukturen, während das „Dürfen“ den entsprechenden Freiraum für den Weg von der Idee zur Innovation schafft. Da sich die drei Dimensionen gegenseitig beeinflussen, können Ideen erst dann zu Innovationen weiterentwickelt werden, wenn die Rahmenbedingungen für das Können, Wollen und Dürfen geschaffen wurden.

Motivierte Mitarbeiter als Schlüssel zur Innovation

Um die Innovationskultur in die richtige Richtung zu bringen, bedarf es vor allem kleinen Gesten seitens der Führungskräfte. Aus ihrer täglichen Praxis wissen Mitarbeiter oft am besten über ihr Aufgabengebiet Bescheid und erkennen am ehesten die Möglichkeiten für Verbesserungen. Umso wichtiger ist es daher, Mitarbeitern zuzuhören und ihre Ideen ernst zu nehmen. Zusätzlich stärkt der regelmäßige Informationsaustausch zwischen Managern und Mitarbeitern die Motivation und die Mitarbeiterzufriedenheit. Oftmals werden wertvolle Ideen, aufgrund mangelnder Kommunikation, nicht weiterverfolgt und wieder fallengelassen. Wenn neue Ideen aufkommen, fehlt es häufig an einer Rückmeldung seitens der Führungsebene. Dasselbe gilt in Hinblick auf Lob und Wertschätzung dafür, dass sich der Mitarbeiter die Mühe gemacht hat eine neue Idee auszuarbeiten und vorzuschlagen. Mitarbeiterideen entsprechend anzuerkennen und wertzuschätzen ist jedoch ein wichtiger Motivationsaspekt und hilft bei der Etablierung einer lebendigen Innovationskultur. Genauso wichtig ist die Übergabe von Verantwortung, denn die Steigerung der Aufgabenverantwortung nimmt Einfluss auf die Zufriedenheit, Motivation und Kreativität der Mitarbeiter.

3 Tipps zur Innovationsförderung

Freiräume schaffen

Innovationen sind eng an kreative Freiräume gekoppelt. Umso wichtiger ist es, gezielt zeitliche Freiräume in den Arbeitsalltag zu integrieren. Denn wenn Innovationen mit dem Alltagsgeschäft um die Ressource Zeit konkurrieren müssen, gehen die Neuerungen meist leer aus. Zusätzlich stärken kreative Räume den Innovationsprozess. Dabei muss nicht jedes Unternehmen sofort die legendäre Bürogestaltung von Google übernehmen. Sitzkissen, Stehtische, Kicker oder Malutensilien bieten bereits die notwendige Abwechslung.

 

Mitarbeiter motivieren

Damit Innovation zum positiven Erfolgsfaktor wird, müssen Unternehmen entsprechende Anreize für die Mitarbeiter schaffen. Dabei handelt es sich weniger um finanzielle Anreize, denn mit Geld allein fördert man keine Kreativität. Wichtig ist, dass Mitarbeiter aktiv in den Innovationsprozess des Unternehmens eingebunden werden, z. B. durch Innovationswettbewerbe. Ebenso wichtig ist die Befähigung der Mitarbeiter für Innovation durch Schulungen zu Kreativität und zum Innovationsprozess. Dafür bieten sich u.a. Kurse zu Design Thinking oder Kreativitätstechniken an. Darüber hinaus spielt die ehrliche Anerkennung von Vorschlägen seitens der Führungskräfte eine tragende Rolle bei der Motivation der Mitarbeiter.

Ideen weiterverfolgen und klare Regeln für die Umsetzung schaffen

Täglich versanden die genialsten Ideen. Daher sollte jedes Unternehmen seine Innovationsmanagement-Prozesse kritisch prüfen. Die Entscheidung, ob eine Idee weiterverfolgt wird oder nicht, sollte zeitnah und eindeutig gefällt werden. Findet eine Idee Anklang im Unternehmen, sollte diese sorgfältig durchgeplant werden. Nach der Markteinführung, sollten Unternehmen zudem ihre Innovation genauestens beobachten und gegebenenfalls optimieren.

Fazit

Jedes Unternehmen, das sich strategisch immer wieder neu erfindet und selbstkritisch seine Innovationskraft analysiert, wird auch in Zukunft Erfolg haben. Dafür gilt es, den Führungskräften und Mitarbeitern eine Innovationskultur zu bieten, die neue Ideen und Ansätze gezielt fördert und unterstützt. Dazu gehören Mut, Zeit, Offenheit sowie die Lust, etwas verändern zu wollen.

Bild: Getty Images/andresr, grapegeek

Tina Schäfer

Tina Schäfer

Tina Schäfer ist Expertin für Employer Branding und digitale Kommunikationsstrategien.

Als Unit Director und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Vogel Corporate Media GmbH, berät sie Marken und Unternehmen im Bereich Employer Branding und unterstützt sie bei der Entwicklung einer positiven Arbeitgebermarke. Zudem konzipiert sie digitale Kommunikationsstrategien für die interne und externe Unternehmenskommunikation.